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Presse
Financial Times / Harris Poll:
Kopf-an-Kopf-Rennen bei den französischen Präsidentschaftswahlen
LONDON und ROCHESTER, NY – 16. April 2007 – Die
Ergebnisse der jüngsten Umfrage von Financial Times/Harris Poll zeigen, dass es
zwischen Nicolas Sarkozy (23%) und Segolene Royal (22%) im Wesentlichen
unentschieden steht, wer nach Meinung der in Frankreich befragten Erwachsenen
der beste Präsident für das Land sein werde. Interessanterweise antworteten in
Frankreich noch immer 29 Prozent der Befragten, dass sie sich nicht sicher sind
oder nicht genug über die Kandidaten wissen, um sich eine Meinung zu bilden.
Dies ist ein hoher Prozentsatz und höher als die Zahl der Teilnehmer, die
jeweils die beiden Favoriten Sarkozy und Royal unterstützen. Die
Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass Francois Bayrou nicht genügend
Stimmen erhalten wird, um einen zweiten Wahlgang mit einer Stichwahl zwischen
Sarkozy und Royal zu verhindern.
Bei dieser Befragung durch FT/Harris Poll wurden zwischen
28. März und 12. April 2007 insgesamt 5.526 Erwachsene (Mindestalter 16 Jahre)
in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien sowie in Italien (Mindestalter
18 Jahre) online befragt.
Außerhalb Frankreichs besteht offensichtlich nicht viel Interesse an dem
französischen Rennen. Erwachsene in Deutschland (82%), Großbritannien (89%),
Italien (66%) und Spanien (61%) gaben an, dass sie sich nicht sicher sind oder
aber nicht genug wissen um sich dazu äußern zu können, welcher französische
Präsidentschaftskandidat der beste Präsident für ihr eigenes Land wäre.
Angesichts der Bedeutung der französischen Wahlen spiegelt dieser Mangel an
Interesse die Tendenz der Europäer und deren Medien wider, sich auf nationale
Themen und Ereignisse zu konzentrieren, nicht aber auf Themen der übrigen EU.
Auf die Frage: „Signalisieren die französischen Präsidentschaftswahlen
eine positive oder negative Änderung der Richtung in Europa?” antworteten
sehr viele Befragte in allen Ländern, dass die Wahl keine Veränderungen
signalisiere oder dass sie sich nicht sicher seien. Diejenigen jedoch, die eine
Meinung zum Ausdruck brachten, sehen in der französischen Präsidentschaftswahl
einen positiven Richtungswechsel für Europa. In Deutschland ist die Anzahl der
Befragten, die in der Wahl einen positiven Richtungswechsel für Europa sieht,
dreimal höher als die Zahl, die die Wahlen als negativ beurteilt. In Großbritannien
ist die Meinung der Erwachsenen geteilt, mit 12 % positiven und 9 % negativen
Stimmen. Die in Spanien befragten Personen antworteten acht mal häufiger
positiv als negativ. In Italien waren die Meinung sechsmal häufiger positiv als
negativ, und auch in Frankreich (5-mal häufiger positiv als negativ) bestand
Optimismus hinsichtlich der französischen Präsidentschaftswahlen.
TABELLE 1
BESTER KANDIDAT FÜR DAS FRANZÖSISCHE PRÄSIDENTSCHAFTSAMT
F1650_1_1 "Welche Kandidatin / welcher Kandidat wäre Ihrer Meinung als
Einwohner(in) Ihres Landes nach die beste französische Staatspräsidentin / der
beste französische Staatspräsident für Ihr Land?"
Stichprobe aus allen Erwachsenen der fünf EU-Länder
|
Groß-
britannien |
Frank-
reich |
Italien |
Spanien |
Deutsch-
land |
| % |
% |
% |
% |
% |
| Ungewichtete Stichprobe |
1.146 |
1.114 |
1.068 |
1.075 |
1.123 |
|
|
Segolene Royal
|
4
|
22
|
17
|
18
|
9
|
|
Nicolas Sarkozy
|
4
|
23
|
8
|
10
|
3
|
|
Francois Bayrou
|
1
|
16
|
5
|
2
|
3
|
|
Jean-Marie Le Pen
|
2
|
5
|
4
|
3
|
2
|
| Ich weiß nicht genug über die Kandidaten, um
mir eine Meinung zu bilden |
69
|
12
|
47
|
45
|
57
|
|
Weiß nicht
|
20
|
17
|
19
|
16
|
25
|
Hinweis: Wo die Summe der Prozentsätze nicht genau 100 % ergibt, ist dies
auf Rundungen und darauf zurückzuführen, dass andere Kandidaten aus der
Tabelle ausgelassen wurden. Kein anderer Kandidat erhielt mehr als 1 % der
Antworten.
TABELLE 2
BESTER KANDIDAT FÜR DAS FRANZÖSISCHE PRÄSIDENTSCHAFTSAMT
F1650_2_1 „Welche Kandidatin/welcher Kandidat wäre Ihrer Meinung als
Einwohner(in) Ihres Landes nach die beste französische Staatspräsidentin/der
beste französische Staatspräsident für Frankreich?’”
Stichprobe aus allen Erwachsenen der vier EU-Länder
|
Groß-
britannien |
Frank-
reich |
Italien |
Spanien |
Deutsch-
land |
| % |
% |
% |
% |
% |
| Ungewichtete Stichprobe |
1.146 |
x |
1.068 |
1.075 |
1.123 |
|
| Segolene Royal |
8 |
x |
22 |
23 |
13 |
| Nicolas Sarkozy |
3 |
x |
11 |
12 |
4 |
| Jean-Marie Le Pen |
3 |
x |
5 |
5 |
4 |
| Ich weiß nicht genug über die
Kandidaten, um mir eine Meinung zu bilden |
67 |
x |
43 |
44 |
55 |
| Weiß nicht |
18 |
x |
14 |
12 |
22 |
Hinweis: Wo die Summe der Prozentsätze nicht genau 100 % ergibt, ist dies
auf Rundungen und darauf zurückzuführen, dass andere Kandidaten aus der
Tabelle ausgelassen wurden. Kein anderer Kandidat erhielt mehr als 1 % der
Antworten.
X: Diese Frage wurde Erwachsenen in Frankreich nicht gestellt.
TABELLE 3
RICHTUNGSWECHSEL AUFGRUND DER FRANZÖSISCHEN PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN
F1655_1 "Signalisieren die französischen Präsidentschaftswahlen eine
positive oder negative Änderung der Richtung in Europa?"
Stichprobe aus allen Erwachsenen der fünf EU-Länder
|
|
Groß-
britannien |
Frank-
reich |
Italien |
Spanien |
Deutsch-
land |
| % |
% |
% |
% |
% |
| Ungewichtete Stichprobe |
1.146 |
1.114 |
1.068 |
1.075 |
1.123 |
|
| Positiv |
12 |
32 |
33 |
32 |
20 |
| Keine Veränderung |
27 |
41 |
33 |
28 |
37 |
| Negativ |
9 |
6 |
5 |
4 |
6 |
| Weiß nicht |
52 |
21 |
30 |
37 |
37 |
Hinweis: Aufgrund von Rundungen ergibt die Summe der Prozentsätze möglicherweise
nicht genau 100 %.
Methodik
Bei dieser FT/Harris Poll-Umfrage wurden zwischen dem 28. März
und dem 12. April 2007 insgesamt 5.526 Erwachsene (Mindestalter 16 Jahre) in
Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien und Italien (Mindestalter
18 Jahre) online befragt. Die Zahlen für Alter, Geschlecht, Bildung, Region und
Internet-Verwendung wurden gewichtet, sofern dies erforderlich war, um sie an
die tatsächlichen Prozentsätze innerhalb der Bevölkerung anzupassen. Ferner
wurde eine Gewichtung nach Antwortneigung (Propensity Score Weighting)
vorgenommen, um auf die Tendenz der Befragten einzugehen, online zu sein. Es
werden sowohl die gewichteten als auch die ungewichteten Stichproben angezeigt.
Die gezeigten Ergebnisse/Prozentsätze sind gewichtet.
Die ungewichteten Stichproben für die Umfrage sind:
Gesamtzahl 5.526; Frankreich 1.114; Deutschland 1.123; Großbritannien 1.146;
Italien 1.068, Spanien 1.075.
Die gewichteten Stichproben für die Umfrage sind:
Gesamtzahl 5.488; Frankreich 1.110; Deutschland 1.094; Großbritannien 1.155;
Italien 1.068, Spanien 1.061.
Alle Umfragen unterliegen mehreren Fehlerquellen. Dazu gehören:
Stichprobenfehler (weil nur eine Stichprobe der Bevölkerung befragt wird);
Messfehler aufgrund der Fragenformulierung und/oder Reihenfolge der Fragen,
beabsichtigte oder unbeabsichtigte Falschantworten, Nichtantworten (einschließlich
verweigerte Antworten), Einfluss des Interviewers (sofern Live-Interviews geführt
werden) und Gewichtung. Mit einer Ausnahme (Stichprobenfehler) lässt sich die
Größe der resultierenden Fehler nicht abschätzen. Das heißt, bei Umfragen
gibt es generell keine Möglichkeit zur Berechnung einer endlichen “Fehlergrenze”,
daher sollte die Verwendung dieses Begriffs vermieden werden.
Mit reinen Zufallsstichproben (Probability Samples) ist es bei einer
Antwortrate von 100 Prozent möglich, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, dass
der Stichprobenfehler (nicht aber andere Fehlerquellen) nicht über einem
bestimmten Wert liegt. Bei einer reinen Zufallsstichprobe von 5.526 Befragten
kann man mit fünfundneunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass
der Stichprobenfehler des Gesamtergebnisses bei +/-1,5 Prozentpunkten liegt. Bei
einigen Ländern würde der Stichprobenfehler bei +/-3 Prozentpunkten liegen.
Bei diesen Berechnungen bleiben jedoch andere Fehlerquellen unberücksichtigt.
Da diese Online-Umfrage nicht auf einer Zufallsstichprobe basiert, kann kein
theoretischer Stichprobenfehler errechnet werden.
Harris Interactive
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