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Presse
Paid Content als Marktchance für Verlage?
MediaTransfer Netresearch & Consulting stellt Studie zu Paid Content vor
Hamburg, 10. Juli 2007 – Ergänzend zu Werbeeinnahmen
streben viele Medienunternehmen einen stärkeren Online-Vertrieb ihrer Inhalte
als weitere Erlösquelle an. Das Institut für Industrielles Management der
Universität Hamburg hat in einer gemeinsamen Studie mit MediaTransfer
Netresearch & Consulting nun die Einstellung gegenüber sogenanntem Paid
Content untersucht. Und die Aussichten für Medienanbieter stehen nicht schlecht:
48 % der Befragten haben schon einmal kostenpflichtige Inhalte im Internet
bezogen, 26 % haben bereits für redaktionelle Inhalte bezahlt.
„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das bereits häufig für tot erklärte
Thema journalistischer Paid Content durchaus noch Leben in sich hat“, zeigt
sich Florentine Spreen vom Institut für Industrielles Management zufrieden.
„Es müssen aber die richtigen Inhalte angeboten werden, damit Paid Content
funktioniert.“
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass am häufigsten Testberichte, Artikel aus
Archiven, Hintergrundberichte aus dem Bereich Computer & Technik sowie
Beratung/Tipps aus dem Bereich Wirtschaft & Finanzen nachgefragt werden. Vor
dem Hintergrund, dass immer mehr Anbieter dazu übergehen, Videos online zur
Verfügung zu stellen, ist es interessant, dass 20 % der Nutzer sich eher
ja bzw. auf jeden Fall vorstellen können, zukünftig redaktionelle
Video-/Audio-Berichte kostenpflichtig abzurufen.
Die Paid Content-Nutzer wurden ausführlich zu einem konkreten Angebot befragt.
Die größte Bedeutung gegenüber Free Content bietet dieses bei Einzigartigkeit
der Inhalte. Gut zwei Drittel der Nutzer sprechen diesem Aspekt einen hohen
Mehrwert zu. Auch Aktualität und die journalistische Qualität der Inhalte, die
kompakte und übersichtliche Darstellung der relevanten Inhalte und die
Zeitersparnis beim Suchen werden als Vorteile angesehen. Fast 90 % der Paid
Content-Nutzer geben aber an, zunächst intensiv nach kostenlosen Alternativen
zu suchen.
Eine deutlich geringere Bedeutung hat die multimediale Aufbereitung: weniger als
ein Drittel der befragten Paid-Content-Nutzer ordnet diesem Aspekt einen hohen
Mehrwert zu. Ebenfalls von nachrangiger Bedeutung sind die Bereitstellung von
themenverwandten Hyperlinks und die Personalisierbarkeit der Inhalte.
Die bisherigen Nicht-Nutzer von Paid Content sehen als Hauptkonkurrenz dazu
kostenlose Informationen im Internet, weniger klassische Medien. Neben der kaum
vorhandenen Zahlungsbereitschaft sind die fehlende Beurteilungsmöglichkeit der
Inhalte und Datenschutzbedenken die wichtigsten Nichtnutzungsgründe. Am ehesten
können sich Nicht-Nutzer vorstellen, Paid Content von der Website eines
bekannten Print-Titels oder einer Special-Interest-Website zu beziehen. 30 %
der 857 befragten Nicht-Nutzer stimmt dabei zu. Verlage haben hier einen
deutlich größeres Potenzial als bekannte reine Online-Anbietern (nur 12 %
Zustimmung).


Zur Methode
Die Befragten wurden aus dem deutschen Online Access Panel von MediaTransfer
Netresearch & Consulting und über eine zu diesem Zweck eingerichtete Site
der Universität Hamburg rekrutiert. Die Vereinbarkeit der Daten aus den beiden
Rekrutierungskanälen wurde überprüft. Die Auswertungen basieren auf 1.174
Online-Interviews, die in der zweiten Aprilhälfte 2007 durchgeführt wurden.
Zu MediaTransfer Netresearch & Consulting
Die 1996 gegründete MediaTransfer AG Netresearch & Consulting ist
spezialisiert auf Online-Marktforschung. Mit weltweiten, nach strengen Qualitätsstandards
geführten Online-Panels bietet MediaTransfer Netresearch & Consulting
seinen Kunden internationale Marktforschung aus einer Hand. Mit Erfahrung und
Flexibilität unterstützt das Hamburger Forschungs- und Beratungsunternehmen
Entscheidungen seiner Kunden entlang aller Stufen des Marketingprozesses. Seit
April 2007 gehört MediaTransfer Netresearch & Consulting zu Harris
Interactive.
Weitere Informationen erhalten Sie unter http://b2b.mediatransfer.de.
Zum Institut für Industrielles Management
Das Institut für Industrielles Management unter der Leitung von Prof. Dr.
K.-W. Hansmann zählt zu den größten Instituten der Universität Hamburg.
Forschungsschwerpunkte bilden neben industriebetrieblichen Problemstellungen
auch Fragestellungen der Allgemeinen BWL, beispielsweise aus den Bereichen
Medienmanagement und Marketing. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt in
der Entwicklung von anwenderorientierten Lösungsansätzen. Weitere
Informationen finden Sie unter: http://www.ibl-unihh.de
Ansprechpartner:
MediaTransfer AG Netresearch & Consulting
Dr. Gwen Kaufmann
Business Development
Beim Strohhause 31
20097 Hamburg
Tel.: +49 40 669 625 - 0 / Fax: - 299
g.kaufmann@mediatransfer.de
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