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Alles wird teurer: Bürger sparen an allem, was Spaß macht – große Unzufriedenheit mit Bundesregierung

Hamburg und Paris – 5. September 2008 – Tanken, Heizen, Essen – alles wird teurer und die Bundesbürger sparen vor allem an Dingen, die das Leben schöner machen: an Kultur und an Freizeitaktivitäten. Für den Kaufkraftverlust machen 74 Prozent der Deutschen vor allem die Bundesregierung verantwortlich. Wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive in Kooperation mit France 24 und der International Harald Tribune ergab, ist die Bevölkerung in Deutschland im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn in dieser Hinsicht am unzufriedensten mit der Arbeit ihrer Regierung. 27 Prozent der Befragten sind unzufrieden, 47 Prozent sogar „sehr unzufrieden“. Auch in Frankreich klagen 69 Prozent der Befragten über mangelnde Maßnahmen der Politik. Befragt wurden jeweils rund 1.000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien sowie den USA.

Bereits seit drei Jahren sehen die Bundesbürger ihre Kaufkraft schwinden: 61 Prozent meinen, sie habe in dieser Zeit abgenommen – jeder Dritte (38 Prozent) meint sogar, sie habe stark abgenommen. Die Schere öffnet sich, denn 18 Prozent meinen hingegen, ihre finanziellen Möglichkeiten hätten in diesem Zeitraum sogar noch zugenommen. 17 Prozent sind der Meinung, ihre Kaufkraft sei unverändert. Auch 78 Prozent der Franzosen und 77 Prozent der Italiener empfinden sich heute als ärmer als noch vor drei Jahren.

Wie die Umfrage zeigt, reagieren die Bürger mit Kaufzurückhaltung und Konsumverschiebung auf die Preisentwicklung. Gleichzeitig steigt der Unmut über das Fehlen wirkungsvoller Maßnahmen der Regierung. Daher drücken die Bürger auf die Konsumbremse. Dran glauben muss vor allem alles, was nicht als vordringlich und lebensnotwenig empfunden wird wie Bücher, CDs, DVDs. An Kinobesuchen sparen 60 Prozent der Befragten, an Reisen 53 Prozent, bei Multimediageräten 57 Prozent, bei Benzin – also Autofahrten 43 Prozent, für Kleidung gibt jeder Zweite (51 Prozent) weniger aus. Eines lassen die Bürger sich trotz aller Sparsamkeit aber nicht nehmen: eine möglichst gesunde Ernährung. An Gemüse und frischen Früchten wollen nur 17 Prozent der Deutschen sparen – sie stehen auf der Streichliste ganz unten. Bei Fleisch und Fisch sparen 29 Prozent.


Hier erhalten Sie die komplette Umfrage


Methodik

Diese Harris Interactive/France 24/ International Harald Tribune – Umfrage wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden 6.620 Erwachsene (16 – 64 Jahre) in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und den USA und Personen (18 – 64 Jahre) in Italien zwischen dem 2. und 14. Juli 2008. Die Angaben wurden nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Region und Internetnutzung gewichtet, um sie der allgemeinen Bevölkerungsstruktur anzugleichen. Dazu wurde das Propensity-Score-Weighting angewendet, das die Wahrscheinlichkeit, mit der die Befragten Onliner sind, angemessen berücksichtigt.


Über Harris Interactive

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