Computerspiele unter dem Weihnachtsbaum
Akzeptanz-Studie zeigt: Für Eltern stehen Spaß und Nutzen im Vordergrund – Altersangabe wichtigstes Kriterium beim Kauf
Hamburg – 15. Dezember 2008 - Bei Computerspielen stehen für 90 Prozent der Eltern der Spaß und für 78 Prozent der pädagogische Nutzen - wie das Erlernen von Computerkenntnissen - im Vordergrund. Mögliche Risiken wie etwa Realitätsverlust (23 Prozent), eine Beeinträchtigung schulischer Leistungen (21 Prozent) oder zunehmende Gewaltbereitschaft (14 Prozent) sind dagegen von geringerer Bedeutung. Das ergab eine aktuelle Studie des Marktforschungs-
unternehmens Harris Interactive. Für Eltern ermöglichen Nintendo, Playstation und andere vor allem einen spielerischen Zugang zur immer wichtiger werdenden digitalen Welt. Die meisten Eltern zeigen sich beim Kauf der Spiele kritisch und wünschen sich von den Herstellern mehr Informationen, vor allem eine verlässliche Altersangabe.
Eltern möchten mit Computerspielen vor allem die kognitiven Fähigkeiten ihrer Kinder fördern, wie strategisches Denken (75 Prozent), Reaktionsfähigkeit (67 Prozent), Lernfähigkeit (50 Prozent) und Konzentrationsfähigkeit (49 Prozent). Allerdings haben auch 48 Prozent der befragten Eltern die Sorge, ihr Kind nicht mehr von Konsole oder PC wegzubekommen. 57 Prozent sehen eine gewisse „Flucht aus dem Alltag“. Der Umfrage zufolge achtet die Hälfte der Eltern darauf, dass Computer-
spiele möglichst auch zusammen mit der Familie oder Freunden gespielt werden können.
Eine grundsätzlich positive, aber dennoch verantwortungsbewusste Einstellung zu Computerspielen zeigt sich in den Kriterien, die für Eltern bei der Auswahl wichtig sind. An oberster Stelle stehen für 66 Prozent eine Vermeidung körperlicher Überanstrengung, z.B. der Augen, und für 59 Prozent eine angemessene Dauer der Spieleinheiten. Vermisst werden von den Eltern Spiele, die sogenannte „Soft Skills“ vermitteln wie soziale Kompetenz, Teamfähigkeit oder Verständnis für gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge.
Eltern und Kinder entscheiden zu 56 Prozent gemeinsam, welches Spiel gekauft wird. Allerdings sinkt der elterliche Einfluss mit zunehmendem Alter der Kinder. Wichtiger wird die Meinung von Geschwistern oder Freunden.
Bei Online-Spielen und Communities stehen für Eltern Sicherheitsaspekte im Vordergrund. 59 Prozent der Befragten fehlen Kontrollmöglichkeiten, 58 Prozent der Schutz vor anstößigen Inhalten und 58 Prozent befürchten eine mögliche Preisgabe der Identität ihrer Kinder im Internet. Mehr als Zweidrittel der Eltern halten Kinder unter 10 Jahren für zu jung für Online-Spiele.
Methodik
Für die Studie wurden zwischen dem 13. und 24. November 800 Eltern von Kindern zwischen 8 bis 12 Jahren befragt, deren Kinder mindestens eine Stunde pro Woche Computer- oder Videospiele spielen. Die Befragung erfolgte online. Teilnehmer wurden aus dem deutschen Online-Panel von Harris Interactive rekrutiert.
Über Harris Interactive
Harris Interactive ist ein weltweit führendes Marktforschungsinstitut in der Ad-hoc Forschung. Wir unterstützen unsere Kunden darin, Ergebnisse zu erzielen: Mit unserer langjährigen Erfahrung in der multimodalen Forschung, umfassender Methodenkenntnis und innovativem Technologieeinsatz. Harris Interactive dient Kunden in aller Welt über Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien. Finden Sie mehr heraus unter
www.harrisinteractive.de oder www.harrisinteractive.com.
Bei Quellenangabe zur sofortigen Verwendung frei.
Kontakt