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Internationale Umfrage: Riesige Erwartungen an Obama – Wirtschaftskrise, Klima und Gaza größte Herausforderungen

Hamburg und Rochester, N.Y. - 23. Januar 2009 - Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama könnte die Welt ein ganzes Stückchen besser werden: 82 Prozent der Deutschen glauben, dass Obama einen positiven Einfluss auf künftige internationale Ereignisse haben wird. Auch Franzosen (92 Prozent), Italiener (90), Spanier (85), Briten (77) und Amerikaner (68) sind dieser Ansicht, wie die Monats-Umfrage der Financial Times und des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive ergab. Die Bürger geben dem frisch gebackenen Präsidenten gleich eine Liste mit den ihrer Ansicht nach wichtigsten Aufgaben mit auf den Weg. Für die Deutschen zählen vor allem die Wirtschaftskrise (35 Prozent), der Klimawandel (23 Prozent) und der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern (11 Prozent) zu seinen größten Herausforderungen. Befragt wurden jeweils mehr als 1.000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und der USA zwischen dem 8. und 15. Januar 2009.

Trotz aller positiven Erwartungen würden die Deutschen und ihre europäischen Nachbarn Obama nicht in jeder Hinsicht Gefolgschaft leisten. Sollte er die Europäische Union zum Beispiel dazu auffordern, mehr Truppen nach Afghanistan zu schicken, wären 52 Prozent der Deutschen strikt dagegen – genauso wie 50 Prozent der Engländer, 48 Prozent der Italiener und 44 Prozent der Franzosen. Etwa ein Drittel der Europäer wäre dazu bereit, allerdings nur, wenn die Bedingungen in Afghanistan dies erlauben. - Mit einer deutlichen Mehrheit sind die befragten Bürger außerdem der Ansicht, die neue US-Regierung sollte zwar insgesamt wachsam sein, sich aber weniger auf die Bekämpfung des internationalen Terrorismus konzentrieren als die Bush-Regierung.

Mit großem Fingerspitzengefühl und notfalls einigen wenigen politischen Zugeständnissen sollte Obama versuchen, die Beziehungen zur Führung in Russland zu verbessern. Diese Ansicht vertreten die Bürger mit deutlicher Mehrheit. Für eine „harte Linie“ ohne Kompromisse sprechen sich vor allem Deutsche (28 Prozent) und Amerikaner (26 Prozent) selbst aus.

Hoffnung und großes Vertrauen setzen die Europäer vor allem in Obamas Fähigkeiten, die Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Etwa Zweidrittel glaubt, dass der US-Präsident sich für globale Lösungen und internationale Zusammenarbeit einsetzen und nicht allein nur Amerikas Interessen vertreten wird. Obamas geringe politische Erfahrung wird von den meisten dabei nicht als besonders nachteilig bewertet. In diesem Zusammenhang befürwortete die Mehrheit der Befragten auch die Maßnahmen ihrer jeweiligen Regierungen, den Wirtschaftsabschwung mit Steuersenkungen oder Konjunkturprogrammen zu bekämpfen – unabhängig davon wie andere Länder verfahren.

Die komplette Umfrage erhalten Sie unter:
http://www.harrisinteractive.com/news/FTHarrisPoll/HI_FinancialTimes_HarrisPoll_January2009_22.pdf


Methodik

Dieser FT/Harris Poll wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden 6.299 Erwachsene (16 – 64 Jahre) in Deutschland (1.107), Frankreich (1.021), Großbritannien (1.071), Spanien (1.007) und den USA (1.066) und Personen (18 – 64 Jahre) in Italien (1.027) zwischen dem 8. und 15. Januar 2009. Die Angaben wurden nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Region und Internetnutzung gewichtet, um sie der allgemeinen Bevölkerungsstruktur anzugleichen. Dazu wurde das Propensity-Score-Weighting angewendet, das die Wahrscheinlichkeit, mit der die Befragten Onliner sind, angemessen berücksichtigt.

Die ungewichteten Basen der Studie sind: Gesamt (6.299), Deutschland (1.107), Frankreich (1.021), Großbritannien (1.071), Italien (1.027), Spanien (1.007), und USA (1.066). Die gewichteten Basen der Studie sind: Gesamt (6.297), Deutschland (1.107), Frankreich (1.021), Großbritannien (1.071), Italien (1.027) Spanien (1.007) und USA (1.066).

Alle Stichproben und Befragungen, gleichgültig ob auf der Basis einer Zufallsstichprobe oder nicht, unterliegen mehreren möglichen Fehlerquellen, die meist nicht korrigiert oder eingeschätzt werden können. Diese können Stichprobenfehler, Abdeckungsfehler, Fehler im Zusammenhang mit unbeantworteten Fragen, Fehler der Fragestellung, der Antwortoptionen und der Gewichtung nach Abschluss der Befragung beinhalten. Harris Interactive vermeidet daher den Ausdruck „Fehlergröße“, da dieser sich als irreführend erweisen kann. Es ist lediglich möglich, verschiedene mögliche Stichprobenfehler mit verschiedenen Wahrscheinlichkeiten für reine, ungewichtete Zufallsstichproben mit einer 100%igen Beantwortungsrate zu errechnen. Dies ist jedoch nur theoretisch möglich, da Befragungen, gleich welcher Art, dieses Ideal niemals erreichen.

Die für die Umfrage befragten Personen wurden aus solchen Personen ausgewählt, die einer Befragung durch Harris Interactive zugestimmt haben. Alle Daten wurden gewichtet, um die Zusammenstellung der erwachsenen Bevölkerung der jeweiligen Länder zu reflektieren. Datentabellen sind auf Anfrage erhältlich. Diese Stellungnahme entspricht den Veröffentlichungsprinzipen des National Council on Public Polls und des British Polling Council.


Über Harris Interactive

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