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Umfrage: Deutsche glauben nicht an Erfolg im Kampf gegen den Terror – Jeder Dritte sieht steigende Gefahr – Mit verhaltenem Optimismus ins neue Jahr

Hamburg und Rochester, N.Y. - 04. Januar 2010 - 64 Prozent der Deutschen glauben nicht an einen grundlegenden Erfolg des Westens im Kampf gegen den Terrorismus. Die Bundesbürger stehen damit den Anstrengungen der Sicherheitsbehörden im internationalen Vergleich besonders kritisch gegenüber. Gleichzeitig ist die Angst vor Anschlägen und Gewalt massiv gestiegen. Wie die Monats-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times ergab, fühlt sich mehr als jeder dritte Deutsche (35 Prozent) heute weniger sicher als noch vor zehn Jahren. Jeder Zweite (50 Prozent) sieht keine Veränderung, obwohl 67 Prozent meinen, der Staat habe heute wesentlich mehr Informationen über seine Bürger als früher. Befragt wurden jeweils rund 1000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und der USA.


Auch 36 Prozent der Amerikaner fühlen sich heute weniger sicher, knapp jeder Zweite (49 Prozent) sieht keine Verbesserung oder Verschlechterung. Die Umfrage erfolgte zwischen dem 2. und 11. Dezember 2009 – also noch vor dem vereitelten Terroranschlag von Detroit. Am wenigsten sicher fühlen sich die Italiener: 47 Prozent haben heute mehr Angst vor Gewalt und Terror als noch vor zehn Jahren.


Deutsche legen Miesepeter-Image ab

Im persönlichen Umfeld scheinen anstehende Probleme bei den Deutschen hingegen besondere Energiereserven zu mobilisieren: Trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld blicken 37 Prozent der Deutschen relativ optimistisch in die Zukunft. Noch nicht einmal jeder dritte Bundesbürger (29 Prozent) ist regelrecht pessimistisch gestimmt. Gleichzeitig rechnen aber auch 42 Prozent damit, dass ihr Lebensstandard im Verlauf der neuen Dekade sinken wird.

Die Deutschen dürften damit ihr Miesepeter-Image abbauen, denn beispielsweise Briten (36 Prozent) und Franzosen (44 Prozent) beurteilen die Aussichten wesentlich pessimistischer. Allerdings haben viele die Krise noch nicht vergessen und rechnen damit, dass der Staat künftig für seine Bürger finanziell weniger leisten wird als in den vergangenen zehn Jahren. Das glauben besonders die Franzosen (75 Prozent), aber auch Briten (69 Prozent) und Deutsche (68 Prozent). Nur jeder vierte Bundesbürger (26 Prozent) erwartet gleich bleibende Leistungen des Staates.


Heute besser als vor zehn Jahren

40 Prozent der Deutschen meinen, dass es ihnen heute besser geht als noch vor zehn Jahren. Das sagen auch 44 Prozent der Amerikaner, 38 Prozent der Briten, 43 Prozent der Spanier – aber nur 29 Prozent der Italiener und 37 Prozent der Franzosen. In diesen beiden Ländern geht es den meisten Befragten heute subjektiv schlechter als in der Dekade davor. Dass das Leben heute teurer geworden ist, meinen 51 Prozent der Deutschen. Auch die meisten Befragten in den anderen Ländern sagen, sie müssen heute mehr Geld ausgeben als früher.


Diese Mitteilung ist mit Quellenangabe zur Verwendung frei. Die komplette Umfrage erhalten Sie unter
http://www.harrisinteractive.com

Methodologie

Die Umfrage wurde online von Harris Interactive, einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute, durchgeführt. Befragt wurden 6.182 Erwachsene in Deutschland (1.010), Frankreich (1.071), Großbritannien (1.076), Spanien (949), Italien (1.037) und den USA (1.039) zwischen dem 2. und 11. Dezember 2009. Die Angaben wurden nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Region und Internetnutzung gewichtet, um sie der allgemeinen Bevölkerungsstruktur anzugleichen. Dazu wurde das Propensity-Score-Weighting angewendet, das die Wahrscheinlichkeit, mit der die Befragten Onliner sind, angemessen berücksichtigt.



Über Harris Interactive

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