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Umfrage: 53 Prozent der Deutschen für Einsatz von Körperscannern - Jeder Dritte fühlt sich überkontrolliert - „Big-Brother“-Staat?

Hamburg und Rochester, N.Y. - 10. März 2010 - 53 Prozent der Deutschen fühlen sich durch Terroranschläge bedroht und sind daher für einen Einsatz von Körperscannern auf Flughäfen. Knapp jeder Dritte (30 Prozent) ist dagegen. Die Bundesbürger zeigten sich damit dieser Maßnahme gegenüber aufgeschlossener als die Spanier (46 Prozent) und Chinesen (44 Prozent), aber zurückhaltender als Franzosen (58 Prozent), Italiener (58 Prozent), Briten (62 Prozent) oder Amerikaner (64 Prozent). Das ergab die Monats-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times. Befragt wurden jeweils rund 1000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien sowie China und der USA. Die auch „Nacktscanner“ genannten Geräte sollen im Kampf gegen Terroranschläge für mehr Sicherheit sorgen. Wegen möglicher Gesundheitsrisiken und einer Verletzung der Privatsphäre sind sie bisher europaweit umstritten.


Grundsätzlich legen die Deutschen großen Wert auf Datensicherheit und Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte. Sie sind daher Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen des Staates eher kritisch gegenüber eingestellt. 48 Prozent der Befragten meinen zwar, die Behörden sollten Sicherheitschecks an öffentlichen Orten wie Märkten, Parks und Einkaufszentren verschärfen, 38 Prozent befürchten aber einen „Big Brother-Überwachungsstaat“ und fühlen sich persönlich schon heute zu stark kontrolliert. 31 Prozent der Deutschen sind nicht dieser Ansicht und weitere 31 Prozent zeigten sich unentschlossen. Bei den Befragten der anderen Länder zeigt sich eine ähnliche Dreiteilung.


Die Hälfte der Befragten für Verschleierungsverbot

Gefragt wurde auch nach der Meinung zu einem möglichen Verbot für Ganzkörperschleier muslimischer Frauen (Burka), wie es derzeit in Frankreich diskutiert wird. Demnach könnte das Tragen der Vollschleier zumindest in öffentlichen Einrichtungen verboten werden. 50 Prozent der Deutschen sagten, auch sie würden ein solches Verbot grundsätzlich befürworten, jeder Dritte (33 Prozent) sprach sich dagegen aus. Den meisten Zuspruch fand diese Maßnahme bei den Franzosen selbst (70 Prozent), die größte Ablehnung bei den Chinesen (27 Prozent).


Diese Mitteilung ist mit Quellenangabe zur Verwendung frei.

Methodologie

Die Umfrage wurde online von Harris Interactive, einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute, durchgeführt. Befragt wurden 7.256 Erwachsene in Deutschland (1.016), Frankreich (1.093), Großbritannien (1.097), Spanien (1.019), Italien (1.004), den USA (1.006) und China (1.021) zwischen dem 3. und 10. Februar 2010. Durch eine Propensity-Gewichtung werden die Angaben der Befragten an die allgemeine Bevölkerungsstruktur angepasst, so dass die Ergebnisse der Online-Befragung als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angesehen werden können, sowohl in Bezug auf Einstellungs- und Verhaltensmerkmale als auch auf demografische Merkmale.



Über Harris Interactive

Harris Interactive ist eines der weltweit führenden Marktforschungsinstitute in der Ad-hoc Forschung. Wir unterstützen unsere Kunden darin, Ergebnisse zu erzielen: Mit unserer langjährigen Erfahrung in der multimodalen Forschung, umfassender Methodenkenntnis und innovativem Technologieeinsatz. Harris Interactive dient Kunden in aller Welt über Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien. Finden Sie mehr heraus unter

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