Umfrage: Datensicherheit im Netz: 65 Prozent der Deutschen haben Angst vor Cyberkriminalität – Sicherheitsrisiken durch Google, Facebook und Twitter
Hamburg und Rochester, N.Y. - 10. März 2010 - 65 Prozent der Deutschen haben Angst, Opfer eines Hackerangriffs oder von Kriminellen im Internet zu werden. Jeder Dritte (34 Prozent) schätzt diese Gefahr als groß ein, ein weiteres Drittel (31 Prozent) sogar als sehr groß. Die Bundesbürger sind in dieser Frage allerdings immer noch gelassener als Franzosen (75 Prozent), Briten (73 Prozent), Amerikaner (81 Prozent) und Chinesen (81 Prozent). Auch Italiener (67 Prozent) und Spanier (79 Prozent) trauen dem Netz noch weniger als die Deutschen. Das ergab die Monats-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times. Befragt wurden jeweils rund 1000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien sowie China und der USA. Die aktuelle Debatte um die Vorratsdatenspeicherung dürfte die Unsicherheit der Bürger eher noch verstärkt haben.
46 Prozent der Deutschen sehen grundsätzlich eine große Gefahr von Missbrauch persönlicher Daten im Internet – auch durch Internet-Dienste wie Google. Insbesondere soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter stellen ein Risiko dar und machen ihre Nutzer leicht angreifbar, meinen 64 Prozent der Deutschen, 62 Prozent der Franzosen, 53 Prozent der Briten und 62 Prozent der Amerikaner.
So hält jeder vierte Deutsche (25 Prozent) es für wahrscheinlich, innerhalb der nächsten fünf Jahre auch einmal Opfer eines Betrugs im Internet werden, 38 Prozent glauben das nicht und 37 Prozent sind nicht sicher.
Im Umgang mit Online-Aktionen und Vertragsabschlüssen im Internet sind die Deutschen im internationalen Vergleich besonders vorsichtig, ergab die Umfrage. So sagten 53 Prozent, sie würden vor einer Transaktion die Sicherheitshinweise und Vertragsbedingungen genau lesen. Für Unternehmen, die im Internet aktiv sind, wird es damit zu einem erfolgsentscheidenden Kriterium, inwieweit sie ihren Kunden glaubhaft vermitteln können, dass ihre Daten sicher sind.
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Methodologie
Die Umfrage wurde online von Harris Interactive, einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute, durchgeführt. Befragt wurden 7.256 Erwachsene in Deutschland (1.016), Frankreich (1.093), Großbritannien (1.097), Spanien (1.019), Italien (1.004), den USA (1.006) und China (1.021) zwischen dem 3. und 10. Februar 2010. Durch eine Propensity-Gewichtung werden die Angaben der Befragten an die allgemeine Bevölkerungsstruktur angepasst, so dass die Ergebnisse der Online-Befragung als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angesehen werden können, sowohl in Bezug auf Einstellungs- und Verhaltensmerkmale als auch auf demografische Merkmale.
Über Harris Interactive
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