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Umfrage: Sparen besser als Steuererhöhung – Reiche stärker zur Kasse bitten

Hamburg und Rochester, New York – 16. Juli 2010 – Die meisten Deutschen wollen, dass der Staat zum Abbau der Staatsschulden lieber an der Ausgaben- als an der Einnahmenschraube dreht. 41 Prozent sind eher bereit, Sparmaßnahmen statt Steuererhöhungen zu akzeptieren. 41 Prozent sprachen sich für eine Mischung beider Maßnahmen aus, wobei die Steuern aber einen deutlich geringeren Anteil haben sollten. Wie die aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times ergab, machen sich die meisten Deutschen keine Illusionen darüber, dass gespart werden muss, 67 Prozent sehen dazu keine Alternative, wenn es langfristig wieder aufwärts gehen soll. Befragt wurden jeweils rund 1000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und der USA.


Reiche stärker zur Kasse bitten

87 Prozent der Deutschen wollen, dass Reiche stärker zur Kasse gebeten werden als Einkommensschwache – zum Beispiel durch eine entsprechende Steuer. Die Bürger der anderen befragten Länder äußerten sich ähnlich deutlich. So sprachen sich 85 Prozent der Franzosen, 78 Prozent der Briten und 71 Prozent der Amerikaner für eine Reichensteuer aus. Lediglich zwischen 2 und 5 Prozent der Befragten sprachen sich vehement dagegen aus.


Gürtel enger schnallen

Obwohl die meisten keine Alternative zum Sparen sehen, befürchtet gleichzeitig mehr als jeder Zweite (55 Prozent), von den Leistungskürzungen des Staates betroffen zu sein. Jeder Fünfte (20 Prozent) erwartet sogar starke Einschränkungen. für sich und seine Familie. Lediglich 12 Prozent der Deutschen glauben, dass Sparmaßnahmen sie nicht betreffen werden. 58 Prozent sagten, sie seien grundsätzlich nicht damit einverstanden, dass der Staat sich wegen der Finanzkrise überhaupt derartig hoch verschuldet habe, 42 Prozent zeigten zumindest ein gewisses Verständnis dafür.


Mehrheit will bei Verteidigung sparen – Bildung tabu

Die Bundesbürger sind sich einig: wenn schon gespart werden muss, dann besonders bei den Ausgaben für Verteidigung. Dafür sind 67 Prozent der Befragten. An zweiter Stelle liegt mit 54 Prozent die Entwicklungshilfe. Nur 4 Prozent sehen Einsparmöglichkeiten bei der Bildung, 8 Prozent bei den Ausgaben für Gesundheit.
Immerhin jeder Fünfte Deutsche (21 Prozent) will bei den Leistungen für Arbeitslose sparen, in Großbritannien will das sogar jeder Zweite (51 Prozent), in Frankreich jeder Vierte (26 Prozent).


Diese Mitteilung ist mit Quellenangabe zur Verwendung frei. Die komplette Umfrage erhalten Sie unter
http://www.harrisinteractive.com

Methodologie

Die Umfrage wurde online von Harris Interactive, einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute, durchgeführt. Befragt wurden 6.164 Erwachsene in Deutschland (1.010), Frankreich (1.011), Großbritannien (1.091), Spanien (1.005), Italien (1.028) und den USA (1.019) zwischen dem 22. Juni und 1. Juli 2010. Durch eine Propensity-Gewichtung werden die Angaben der Befragten an die allgemeine Bevölkerungsstruktur angepasst, so dass die Ergebnisse der Online-Befragung als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angesehen werden können, sowohl in Bezug auf Einstellungs- und Verhaltensmerkmale als auch auf demografische Merkmale.



Über Harris Interactive

Harris Interactive ist eines der weltweit führenden Marktforschungsinstitute in der Ad-hoc Forschung. Wir unterstützen unsere Kunden darin, Ergebnisse zu erzielen: Mit unserer langjährigen Erfahrung in der multimodalen Forschung, umfassender Methodenkenntnis und innovativem Technologieeinsatz. Harris Interactive dient Kunden in aller Welt über Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien. Finden Sie mehr heraus unter

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