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Umfrage: Mehrheit der Deutschen geht der Medienrummel um Promi-Affären zu weit – nur bei großem öffentlichem Interesse Schmutzwäsche waschen

Hamburg und Rochester, New York – 27. Juni 2011 – Für 64 Prozent der Bundesbürger geht der Medienrummel um Promi-Affären und öffentliche Schauprozesse wie im Falle Kachelmann, Berlusconi oder Dominique Strauss-Kahn teilweise zu weit. Fast jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) findet, solche Dinge sollten in der Öffentlichkeit grundsätzlich nicht ausgeschlachtet werden, 45 Prozent relativieren allerdings ihre Meinung, sobald ein übergeordnetes gesellschaftliches Interesse an der Veröffentlichung besteht. In anderen europäischen Ländern scheint das öffentliche Interesse an der Welt der Schönen, Mächtigen und Reichen etwas größer zu sein, ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times. Befragt wurden jeweils rund 1.000 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den USA.

Die Mehrheit der Deutschen findet, dass die Medien zu viel über das Privatleben von Prominenten berichten. Dabei wird unterschieden, ob es sich um Politiker, Sportler oder sonstige Berühmtheiten aus Wirtschaft oder Kultur handelt. So sind 49 Prozent der Befragten der Meinung, es werde zu viel über Politiker berichtet, 35 Prozent finden das Maß gerade richtig und 10 Prozent würden gern noch mehr erfahren. In den USA – dem Land der Stars, Sternchen und Celebrities schlechthin, meinen 46 Prozent es gebe eine zu große Öffentlichkeit, 28 Prozent finden die Berichterstattung gerade richtig und für 20 Prozent kann es gar nicht detailliert genug sein.

40 Prozent der Deutschen finden den Persönlichkeitsschutz und das Recht auf eigene Privatsphäre ausreichend und sehen keinen Nachbesserungsbedarf. Jeder Fünfte (20 Prozent) findet die Regelungen hingegen nicht ausreichend, für 28 Prozent gehen sie sogar zu weit.



Welt ist nicht sicherer geworden

Vom Medienhype um Promis zu weltpolitischen Fragestellungen: Befragt danach, ob die Welt nach dem Tod von Al-Kaida-Führer Osama Bin Laden nun ein sichererer Ort wäre, antworteten 67 Prozent der Deutschen mit „weder-noch“, lediglich 5 Prozent fühlen sich sicherer, und 26 Prozent sehen sogar noch eine größere Bedrohung als zuvor. Die Antworten der Bürger in den anderen Ländern fallen tendenziell ähnlich aus. 50 Prozent der Deutschen, 51 Prozent der Amerikaner, und 54 Prozent der Briten befürworten einen Abzug der Truppen aus Afghanistan.


Diese Mitteilung ist mit Quellenangabe zur Verwendung frei.



Methodologie

Umfrage wurde online von Harris Interactive durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 6.689 Erwachsene in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und die USA. Durch eine Propensity-Gewichtung werden die Angaben der Befragten an die allgemeine Bevölkerungsstruktur angepasst, so dass die Ergebnisse der Online-Befragung als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung angesehen werden können, sowohl in Bezug auf Einstellungs- und Verhaltensmerkmale als auch auf demografische Merkmale.



Über Harris Interactive

Harris Interactive ist eines der weltweit führenden Marktforschungsinstitute in der Ad-hoc Forschung. Wir unterstützen unsere Kunden darin, Ergebnisse zu erzielen: Mit unserer langjährigen Erfahrung in der multimodalen Forschung, umfassender Methodenkenntnis und innovativem Technologieeinsatz. Harris Interactive dient Kunden in aller Welt über Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien. Finden Sie mehr heraus unter www.harrisinteractive.de oder www.harrisinteractive.com.





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